Grand Cayman und Kuba
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Ein Beispiel: Mit Hilfen aus dem Programm begann die Provinz Jamaika Anfang der neunziger Jahre die Arbeit auf der kleinen Karibikinsel Grand Cayman. Wegen der Sprache musste sie einen Pfarrer aus Nicaragua ausleihen. Die kleine Gemeinde hat sich gut entwickelt und übernimmt inzwischen selbst Missionsverantwortung. Als 1997 die Bitte einer Gruppe von Christen aus Kuba eintraf, erklärte sie sich bereit zu helfen mit Unterrichts- und Hilfsmaterial bis hin zu einem Taschengeld für die beiden Laienpastoren.
Mehrmals im Jahr fliegt der Pfarrer nun nach Kuba, hält dort Taufen, Abendmahl und Fortbildungskurse. Mit dem Anwachsen der neuen Gemeinde und der von ihre begonnenen Sozialarbeit werden jetzt aber umfangreichere Hilfen nötig. Solche und ähnliche Berichte waren aus verschiedenen Weltgegenden zu hören, von Ost-Sibirien über China, Nepal, Albanien, Nördliches Südamerika bis Zambia. – Zwei Kommissionen der Konferenz erarbeiteten Vorschläge für eine zielgerichtetere Fortführung dieses Programms.
Aus früheren Zeiten lernen
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Bei aller gegenseitiger Hilfe und Ermutigung gibt es natürlich auch Probleme. Eine Kommission machte sich an die Aufarbeitung von Fehlern in der Missionsgeschichte am Beispiel der Beziehungen zwischen der Brüdergemeine in Mitteleuropa und der Mission in Südafrika. Zumindest im Nachhinein muss man sagen, dass immer wieder im fernen Herrnhut oder von europäischen Mitarbeitern vor Ort Entscheidungen getroffen wurden, die die Betroffenen unnötig reglementierten, Eigeninitiative lähmten und sich als nicht produktiv oder gar verhängnisvoll auswirkten. Dies wurde umgemünzt zu Empfehlungen zur Vermeidung pateranalistischer Strukturen heute. Auch auf andere Ungerechtigkeiten wurden eingegangen, so auf die gegenüber Frauen, die in vielen Teilen der Kirche auch heute noch benachteiligt sind insbesondere bei Bildungschancen und beim Zugang zu Leitungsämtern. Sehr positiv war, dass sich die entsendenden Kirchenleitungen und Missionsorganisationen weitgehend an die Vorgaben hielten, sodass zumindest bei dieser Konferenz fast die Hälfte der Teilnehmer Frauen und ein erheblicher Teil Jugendliche waren. Letztere trafen sich, neben der Mitarbeit in den anderen Kommissionen, mehrfach unter sich und entwarfen den Plan für eine weltweite Jugendkonferenz. Die Konferenz richtete eine ganze Reihe Anträge, Anregungen und Vorschläge an die Kirchenleitungen, Missionsgesellschaften und an die Synode der weltweiten Brüder-Unität und lieferte Arbeitsmaterialien dazu.
Neues Zeugnis für die Welt
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Mitglieder einer weltweiten Kirche versuchen, sich gegenseitig bei neuen Missionsaufgaben weiterzuhelfen. Besonders deutlich wurde das an dem sogenannten New-World-Witness-Programm, das bei der Konferenz eine große Rolle spielte: In gemeinsamer Anstrengung, mit zusammen aufgebrachten Finanzmitteln und Personalhilfen wird versucht, heutigen Herausforderungen für neue Missionsarbeit gerecht zu werden. Die Verantwortung liegt jeweils bei der nächstgelegenen selbständigen Kirchenprovinz
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